Rundbrief

Laieninitiative Una Sancta Catholica,  Büro: Habsburgerallee 21, 60385 Frankfurt
An die Empfänger des    R U N D B R I E F E S   

Leider, liebe Mitglieder und Freunde,

gibt es wieder schlechte Nachrichten aus dem Bistum Limburg.
Wir reagieren mit diesem offenen Brief auf den Versuch führender
Geistlicher der Stadtkirche Frankfurt, die Segnung von Homopaaren
als Fait accompli, gegen die Lehre der Kirche, durchzusetzen. Sie
tun dies in der bischofslosen Zeit, womit schon wieder einem neuen
Bischof ein Kuckucksei ins Nest gelegt wird, bevor er noch gewählt
und eingeführt ist. So hat man es auch mit dem Bauprojekt gemacht,
Sie erinnern sich. Und sie tun dies, wie nachzulesen ist, mit Billigung
der Bistumsleitung. Das macht die Sache noch trauriger: Bedenken
Sie, welches Bild des Bistums sich mittlerweile in der deutschen
Öffentlichkeit etabliert hat: Spitzenreiter der Quertreiberei – und
kaum Proteste unter unseren Katholiken!

Dabei gibt es nach wie vor viele, die überhaupt nicht einverstanden
sind mit dem herrschenden Trend in der Diözese. Wir müssen diese
Katholiken aus der „Schweigespirale“ herausrufen und ihnen Argu-
mente an die Hand geben; der katholische Glaube ist zu wertvoll, als
dass er innerkirchlich immer weiter aufgeweicht und bis zur Unkennt-
lichkeit relativiert werden darf.
Ausführliche Informationen zur Lehre der Kirche bezüglich der Homosexu-
alität und der katholischen Seelsorge für homosexuelle Menschen doku-
mentiert unser DOSSIER „Warum die Kirche keine Homopaare segnet“.
Siehe unsere Webseite „Una Sancta Catholica – Laien…“ > ab 26.2.16

…Und kommen Sie am 24.4. nach Aschaffenburg! Dort wird u.a. auch
der Test gemacht bezüglich der Barmherzigkeit der Bischofsgegner –
im Jahr der Barmherzigkeit.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Schmitt / Sprecher USC-Laien

 

Mit dem folgenden Zwischenruf sind wir an die Öffentlichkeit getreten:

ZWISCHENRUF:
Wie weit darf die ‚Seelsorge für homosexuell empfindende Menschen‘ gehen?

An einige Priester der Stadtkirche Frankfurt

An Katholiken des Bistums Limburg und darüber hinaus

Die jüngst erfolgte Veröffentlichung der Frankfurter Stadtkirche „Mit Offenheit und Wertschätzung“ kündigte ein  problematisches Projekt an. Man möchte -neben sicherlich anerkennenswerten Maßnahmen- unter anderem eine Forderung realisieren, die in der Weltkirche über ein Jahr lang, bis zum Abschluss der Bischofssynode in Rom (Oktober 2015), heftige Auseinandersetzungen provozierte: die Segnung homosexueller Paare. Sie wurde vor allem von deutschen Bischöfen und Theologen gefordert – neben ihrer Forderung nach der Kommunionzulassung wiederverheiratet Geschiedener. Während beides in Rom aber dank entschiedener weltkirchlicher Interventionen verhindert wurde (was der ‚leicht‘  überheblichen Selbsteinschätzung der deutschen Theologie ihren realen Platz in der Weltkirche aufzeigte), will man nun im Bistum Limburg, in der bischofslosen Zeit, offensichtlich Fakten schaffen.

Das Projekt wurde bereits im Dezember vorgestellt. Was gerade im Jahr der Barmherzigkeit eventuell sehr christlich erscheint, zeigt leider den erwähnten Pferdefuß. Er steckt in folgendem Satz der Ankündigung vom Dezember: „Zur umstrittenen Frage der Segnung homosexueller Paare unterstrich Pater W., dass Paare seit vielen Jahren auch in der katholischen Kirche den Segen Gottes zugesprochen bekämen.“  In einer vorangegangenen Veröffentlichung zum Projekt hatte er erwähnt, dass er selbst und andere Priester bereits homosexuelle Paare nichtöffentlich gesegnet hätten. (Wir erinnern: wg einer solchen -demonstrativ angelegten- Segnung (mit Fernsehkameras) hatte Bischof Tebartz zu Beginn seiner Limburger Zeit einen Dechanten zurück gestuft zum einfachen Pfarrer! Sic!)

Wir begrüßen ausdrücklich die seelsorgerliche Zuwendung zu homosexuell empfindenden Menschen; es ist sicher ein neues Feld der Pastoral, das zu beackern große Sensibilität und hohe Kompetenz erfordert. Zu befürchten steht nach den entsprechenden Erklärungen allerdings, dass hier unzulässig weit über das Ziel hinaus geschossen wird. Wir sprechen uns gemäß der Lehre der Kirche klar gegen die Einführung von Segnungen aus. Unsere öffentliche Stellungnahme , in der wir unsere Ablehnung darlegen, lesen Sie hier: Stellungnahme der Laieninitiative „Una Sancta Catholica“ zum aktuellen Projekt „Homosexuellenseelsorge“ der „Stadtkirche Frankfurt“

Öffentlich machen wir sie zum Einen wegen der öffentlichen Wirkung, die gerade diese Frankfurter Initiative haben wird; sie wird Nachahmer finden, was nicht begrüßt werden kann.  Zum Anderen gehen wir an die Öffentlichkeit wegen der weit verbreiteten Argumentationsnot vieler katholischer Mitchristen, denen der grassierende Relativismus schon seit Langem den Glaubenskompass  verwirrt. Wir möchten ihnen mit unserer Stellungnahme im angesprochenen Kontext Argumente an die Hand geben.

Sehr nachdenklich stimmt uns allerdings das Fehlen priesterlicher Zwischenrufe. Unseres Wissens haben sich bisher weder aus der Stadtkirche, noch aus der Diözese Priester öffentlich gegen die geplanten Segnungen ausgesprochen. Es ist davon auszugehen, dass -wie im Bischofsstreit- viele Priester damit grundsätzlich nicht einverstanden sind. Warum schweigen sie? Gibt es innerhalb des Klerus überhaupt eine offene Auseinandersetzung zum Thema oder herrscht im Bistum Limburg bereits ein quasi verordneter Mainstream, gar ein Klima der Angst angesichts des allgegenwärtigen Limburger Klüngels? Es darf nach unserer Überzeugung auf keinen Fall eine Schweigespirale bezüglich der geplanten Segnungen homosexueller Paare geben!

Mit freundlichem Gruß

V.i.S.d.P.: Michael Schmitt, Sprecher der Laieninitiative
Una Sancta Catholica – LAIEN FÜR KONZIL UND LEHRAMT“,
Habsburgerallee 21, 60385 Frankfurt

 

Lesen Sie unsere Stellungnahme der Laieninitiative „Una Sancta Catholica“ zum aktuellen Projekt „Homosexuellenseelsorge“ der „Stadtkirche Frankfurt“